+++ 1,02 Milliarden Menschen leiden Hunger. Alle 5 Sekunden stirbt ein Kind an Unterernährung +++ 1% der Weltbevölkerung kontrolliert 40% des Weltvermögens +++ Rund 20% der Deutschen und 17% deutscher Führungskräfte praktizieren bereits spirituelle Techniken. Macht circa 800000 Manager, die meditieren oder Yoga betreiben +++ 80% unserer Energie werden immer noch durch die Verbrennung fossiler Ressourcen erzeugt +++ Der Lohn-Anteil am Volkseinkommen sank in Deutschland zwischen 1999 und 2007 von 72% auf 64% – zugunsten des Unternehmens- und Vermögensanteils +++ 70% des Frischwasserverbrauchs entfallen auf die Ackerbewässerung +++ 300 bis 400 Milliarden Euro würde die Bekämpfung des Klimawandels jährlich kosten. Zum Vergleich: Für den Irakkrieg gaben die USA insgesamt über 2 Billionen Euro aus +++ 44% der Deutschen meinen, dass sie ein gesundheitsbewusstes und nachhaltiges Leben führen. Diese Haltung vertritt vor allem die Generation 55 plus +++ Die Fläche Taiwans schwindet jedes Jahr um 2% +++


Joseph E. Stiglitz

Vom rebellischen Chefvolkswirt der Weltbank zum gefeierten Nobelpreisträger – Wie der begehrteste Krisen-Redner nicht müde wird, für ein neues, gerechtes Weltwirtschaftssystem zu werben und die Vertreter des alten Wachstumsdenkens umzuerziehen

Es ist der Tag, an dem die US-Presse von der offiziellen Rückkehr der Gier berichtet. 23 der wichtigsten heimischen Geldinstitute – teilweise durch Rettungspakete der Regierung Obama subventioniert – wollen ihre Investmentmanager mit 140 Milliarden Dollar Gehalt und Bonuszahlungen für das Jahr 2009 belohnen. Es ist der Tag, an dem bekannt wird, dass in Europa Dutzende Banker ihre Bonuszahlungen für 2008 einklagen. Es ist der Tag, an dem das Internet berichtet, dass Bankkunden wieder höchst spekulative Zertifikate, also Wetten auf Kursverläufe von Preisen und Märkten, auf geschwatzt werden. Es ist der Tag, an dem die UNO verkündet, dass inzwischen über eine Milliarde Menschen auf der Erde Hunger leiden. So viele, wie seit 1970 nicht. Grund für die alarmierende Zunahme: die weiterhin schwelende Weltwirtschaftskrise.

Es ist ein sehr milder Herbsttag in New York City. Die Sonne scheint, und in der Uris Hall auf dem Campus der Columbia University geht es zu wie in einem Bienenstock. Studenten und Studentinnen strömen in das Gebäude der Business School, die meisten verteilen sich über die Aufzüge in den verschiedenen Stockwerken, manche verschwinden in der Bibliothek, an die 50 haben eine lange Schlange gebildet, um sich eine Impfung gegen die Schweinegrippe geben zu lassen.

In dem Trubel, annähernd unbemerkt, ein Mann Mitte 60, gekleidet in Grau, in der Hand ein Plastikbeutel mit einem Softdrink und einem Rosinenbrot-Sandwich. Eigentlich müssten ihm die Studenten dort unten in der Lobby zu Füßen liegen. Denn dieser Mann ist Joseph Stiglitz, legendärer Nobelpreisträger im Wirtschaftsfach und seit Jahren die treibende Kraft im Kampf um ein nachhaltiges globales Finanzsystem. >>>

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